Das Briesetal

Eines der beliebtesten Ausflugsgebiete im Ber­­liner S-Bahnbereich bietet trotz schönster Aussichtspunkte keine richtigen Möglichkeiten, eine kleine Wanderpause einzulegen und die Schönheiten des Tals in Ruhe zu genießen. Vor Jahren gab es mehrere Bänke und eine große Schutzhütte an der Hubertusbrücke.

Alle Sitzmöglichkeiten wurden abgebaut und die Forstbehörde sowie die Gemeinde Birkenwerder schieben sich gegenseitig die Verantwortung dafür zu. Ein Armutszeugnis für die Gemeinde Birkenwerder, die gerne zahlende Gäste bei sich aufnimmt, aber nicht bereit ist, dafür eine kleine Gegenleistung zu erbringen. Seither bleibt auch älteren Menschen nur noch der Waldboden als Sitzgelegenheit im mit Abstand beliebtesten Teil des Briesetals, zwischen dem Ortsteil Briese und der Hubertusbrücke. 

Der Weg durch das Briesetal ist Teil des 66-Seen-Rundweges, ein über 400 Kilometer langer Weg, der in mehreren Etappen um Berlin herumführt, so dass die Gemeinde Birkenwerder auch überregional für Ihre mangelnde touristische Infrastruktur in Erinnerung bleibt.

Ehemaliger Rastplatz an der Hubertusbrücke

Im Briesetal

 

Zu jeder Jahreszeit ist dieses, teils von Bibern mitgestaltete Naturschutzgebiet ein lohnendes Ausflugsziel, zumal es leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist. Zu Fuß ist allerdings ein kleiner Anmarsch fällig. Für ganz Bequeme gibt es einen sehr geräumigen Parkplatz in der Nähe der Waldschule Briesetal und dem Kletterwald im Birkenwerderer Ortsteil Briese. Ansonsten ist das Tal von den S-Bahn-Stationen Borgsdorf und Birkenwerder sowie von Zühlsdorf aus schnell erreichbar. Die Heidekrautbahn, die Regionalbahn 27, fährt stündlich von Berlin-Karow ab. Alle drei Ausgangsstationen haben Ihren besonderen Reiz. Vom S-Bahnhof Borgsdorf führt der kürzeste Weg zum Tal.

 

 

Rundwanderung vom S-Bahnhof Borgsdorf  (ca. 9 km)

Vom Bahnhof aus gehen Sie links über die Friedensallee weiter in Richtung Wald in den Sie dann rechts einbiegen. Weiche Waldwege führen Sie auf den von Birkenwerder kommenden Weg. Von dort aus führt ein stabiler Bohlenweg mitten durch das Sumpfgebiet der Briese. Diesen Weg sollten Sie keinesfalls versäumen. Er ist einmalig und vermittelt Ihnen im Sommer einen Hauch vom undurchdringlichen und wilden Regenwald. Es gibt einige Aussichtspunkte mit Erklärungstafeln über die Entstehung dieser einzigartigen Landschaft.

Ausblick vom Bohlenweg

Bohlenweg durchs Briesetal

 

 
 

Nach dem Pfad geht es links weiter in den kleinen Ortsteil Briese. Vorbei am Kletterwald und der Waldschule erreichen Sie wieder das Briesetal, das zunächst tief in das Gelände eingeschnitten ist. Aber schon bald laufen Sie kurz oberhalb des Wasserspiegels im Tal entlang und werden von der Vielfältigkeit des Weges überrascht. Biber haben an mehreren Stellen ihre Bauten errichtet, die Sperren bilden und so das Wasser am schnellen Abfluss hindern. Kurz nach der Helenenquelle können Sie an der Hubertusbrücke umkehren und auf der Nordseite des Gewässers wieder nach Briese zurückkehren. Im dortigen Briesekrug können Sie von Freitag bis Sonntag und an Feiertagen im Freiluftrestaurant kleine Speisen und Getränke zu sich nehmen. Am Briesesee gibt es an der Badestelle tatsächlich eine Rastmöglichkeit und die Möglichkeit einer kühlen Erfrischung im See, bevor Sie wieder nach Borgsdorf zurückkehren. Kurz vor dem Bahnhof finden Sie im ehemaligen Gemeinschaftshaus von Borgsdorf eine indische Gaststätte mit großzügigem Biergarten. Die vorhandene Bühne kann noch für Veranstaltungen genutzt werden. Die gesamte Wanderstrecke beträgt  ca. 9 km.

 

Wanderung vom S-Bahnhof Birkenwerder (ca. 15, bzw. 12 km)

Im Briesetal

Im Briesetal

 

 
 

Wanderung vom Regionalbahnhof Zühlsdorf (ca. 15, bzw. 12 km)

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Den größten Teil des Tals lernen Sie kennen, wenn Sie mit der Heidekrautbahn nach Zühlsdorf fahren und sich von dort Ihren Weg zum Briesetal bahnen. Zunächst müssen Sie vom Bahnhof über den Sandweg und die Dorfstraße die Mühlenstraße erreichen. Über diese gelangen Sie über die Briese zur Zühlsdorfer Mühle und biegen nach links zum Briesesteig ab. Nach der Überquerung der verkehrsreichen Summter Chaussee kommen Sie an den Waldweg „Am Forst“, der bereits zum Briesetal gehört. Am alten Forsthaus Wensickendorf wird Ihnen an Wochenenden und Feiertagen warme und kalte Speisen und Getränke angeboten. Rustikale Bänke und Tische sind für eine Rast vorhanden. Der Blick schweift über das hier noch weite Tal und einige Ziegen und Schafe versprechen keine Langeweile. Kurz hinter dem Rastpunkt sehen Sie nach einer schon 4 km langen Wanderung die Briese, die Sie auf einer sumpfigen Wiese überqueren und den ersten Weg nach rechts in den Wald einbiegen. Jetzt ist die Wegeführung einfach, da Sie nur noch dem Flussverlauf folgen müssen. In diesem Bereich des Tales ...

An der Schlagbrücke überqueren Sie die Landesstraße 211, dort können Sie auf beiden Seiten der Brücke eine Rast einlegen, bevor Sie den Bereich von Birkenwerder betreten. Nach etwa 7,5 km haben Sie die Hubertusbrücke erreicht und können wie bereits oben beschrieben, Ihre Wanderung entweder nach Birkenwerder (noch ca. 7,5 km) oder nach Borgsdorf (ca. 4,5 km) fortsetzen.

Im Briesetal

An der Schlagbrücke

 

 

Östlich der Straßenbrücke gibt es einen kleinen Waldparkplatz, von dort aus können Menschen, die über ein Auto verfügen, die schönsten Teile des Briesetales ohne lange Anmarschwege erkunden. 

 

Wanderung vom S-Bahnhof Birkenwerder über den Mönchsee und die Briesemündung über die Havelinsel und zurück  (ca. 9 km)

Vom S-Bahnhof gehen Sie über die Clara-Zetkin-Straße ins Ortszentrum und biegen rechts in die Brieseallee ein. Nach einer Weile führt ein kleiner Weg nach links wieder zum Sumpfgebiet um die Briese. Dort erreichen Sie den Mönchsee und über einen kleinen Steg folgen Sie dem Lauf der Briese bis zur Hauptstraße. Über den Briesesteig.

 

Biber

 

Wissenswertes über die Briese

Die Briese ist ca. 17 km lang und entspringt aus dem Wandlitzsee, durchfließt den Rahmersee und den Lubowsee. In diesem Bereich liegt überwiegend sumpfiges nicht begehbares Gelände. Zum ersten Mal sichtbar wird sie an der Zühlsdorfer Mühle. Ab dem Alten Forsthaus Wensickendorf wird sie dann auf beiden Seiten von Wanderwegen begleitet. Nachdem...